Markus Krall: Je höher die EU-Länder verschuldet sind, desto mehr Corona-Tote melden sie

EU-Länder: höher verschuldet, mehr Corona-Tote!
Der Ökonom macht auf einen vielsagenden Zusammenhang aufmerksam: »Umso höher die Verschuldung, umso höher ist angeblich auch die Sterblichkeit – natürlich weil der Anreiz zur Fälschung der Statistik da ist!« Und prompt wurden Spanien, Italien und Frankreich mit hunderten Extra-Milliarden belohnt (9:50). / Kralls neuestes Buch: »Die Bürgerliche Revolution – Wie wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand erhalten« (auch als Audiobook). / Am 15.04.21 erscheint ein weiteres Buch von Markus Krall: »Freiheit oder Untergang«. Foto: Screenshot

Laut Krall ist Corona nicht Ursache, sondern nur Auslöser der Krise. Die Wirtschaft der westlichen Länder steuere durch jahrelangen Geldsozialismus auf eine Hyper-Stagflation zu, sagte der libertäre Ökonom Ende Januar 2021 bei der Investment-Konferenz World of Value. Die Europäische Zentralbank könne die permanente Euro-Rettung durch Gelddrucken nicht ewig weitertreiben. Wenn Mitte 2021 der Nominalwert der Staatsanleihen in ihrer Bilanz ihr Seigniorage-Kapital überschreitet, seien die Tage der EZB gezählt. Dann gehe das Vertrauen in den Euro endgültig verloren und es beginne eine rasante Geldentwertung (2:40). Krall: »Wir werden in absehbarer Zeit an den Punkt kommen, wo dieses System zu Ende ist«. Hier sein Vortrag als Video und als Niederschrift:

Volkswirt Markus Krall über die EU-Länder: Höher verschuldet, mehr Corona-Tote!

»Herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung. Ich muss heute schon deswegen hier stehen, weil ich ja letztes Jahr gesagt habe, dass wir dieses Jahr um diese Uhrzeit in einer echt schweren Krise sind. Allein schon, um mich zu rechtfertigen, wenn sie nicht kommt. Um diese Rechtfertigung komme ich herum, wenngleich die Krise nicht genau so eingetreten ist, wie ich sie prognostiziert habe. Aber die Ungleichgewichte und der Verlauf, den sie genommen hat, zeigt, dass das Problem genau von diesem Schwarzen Schwan ausgelöst worden ist und sich trotzdem genauso uhrwerksartig abspielt und die Ungleichgewichte zur Entfaltung bringt, über die wir seit drei, vier, fünf Jahren diskutieren. (…) In der Breite der Gesellschaft ist es inzwischen angekommen, dass wir ein Problem mit unserem Geldsystem haben.

Warum mach ich das Ganze: Freiheit ist es wert verteidigt zu werden! Es lohnt sich für die Freiheit anzutreten, für sie zu schreiben und für sie den Kopf hinzuhalten, und zwar deswegen, weil sie die Grundlage unserer Zivilisation ist. Wer glaubt, wir könnten eine Zivilisation haben, die unfrei ist, der irrt sich. Unfrei nennt sich die Barbarei! Und eine unfreie Gesellschaft mündet in der Barbarei. Deswegen werde ich auch nicht aufhören und nicht nachlassen für die Freiheit zu schreiben – ganz egal welche Etiketten irgendwelche Menschen an mich dranzukleben versuchen.

Ich starte (wie meistens) mit einem meiner Lieblingszitate von Ayn Rand: »Wenn Sie, um etwas zu produzieren, die Erlaubnis von Leuten brauchen, die noch nie etwas produziert haben, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht«. (…)

Es droht eine Kombination der Inflation von 1923 mit der Depression von 1929

(7:40): Die Lieferketten sind so stark gestört, dass es Jahre dauern wird, um sie wieder auf den Stand zu bringen, auf dem sie mal waren. Das führt zu einer global massiv fallenden Produktion. In der Kombination mit extrem steigenden Geldmengen führt das zu einem neuartigen ökonomischen Phänomen, das nenne ich Hyper-Stagflation. Die Hyperstagflation ist im Grunde genommen die Kombination der Inflation von 1923 mit der Depression von 1929. Das letzte Mal, dass wir substanziell eine stagflatorische Situation hatten, war 1973 im Zuge der Ölkrise. Das war ein Angebotsschock. Und schon damals hat sich die Politik als komplett unfähig erwiesen, damit irgendwie umzugehen!

Was haben wir heute: Wenn wir in die Finanzwirtschaft schauen, haben wir 14 Prozent der Anleihen, die nicht mehr bedient werden. Wir haben wahrscheinlich 30 Prozent der Kredite, die nicht mehr bedient werden. Wir haben sieben Millionen Kurzarbeiter, und wenn man es richtig rechnet, nicht drei, sondern sechs Millionen Arbeitslose. Wir haben 22 Prozent Arbeitslosenquote in den USA. Wir haben die tiefste Krise in UK seit 1705, also seit es überhaupt ökonomische Statistiken gibt.

Und die Politik läuft jetzt in ihrem Gelddruck-Wahn in eine ganz neuartige Wahlmöglichkeit hinein: Mit der Gelddruckerei stemmt sie sich dem deflationären Druck der Krise entgegen und erzeugt einen inflationären Gegendruck. Wenn erst einmal die Preise anfangen anzusteigen, dann werden sie sehr schnell ansteigen. Und dann wird die Politik entweder zu Preiskontrollen greifen – bei den Mieten tut sie das ja schon. Das wird dann zu einem Kollaps der Produktion führen, weil die variablen Kosten der Produktion in einem Preiskontroll-Regime nicht mehr gedeckt werden können. Oder sie druckt weiter Geld, um es zu alimentieren. Und dann werden wir in einer sehr schnell, sehr stark ansteigenden Inflation auch Abschied von dieser Währung nehmen. Diese Währung kann beide Szenarien nicht überleben.

Gefälschte Zahlen: höher verschuldet, mehr Corona-Tote

(9:50) Ich mache einen kleinen Exkurs zum Thema Corona-Politik: Wie kam es eigentlich dazu, dass die europäische Union 1,5 Billionen gekriegt hat, um sie in Europa umzuverteilen? Was Sie hier sehen ist eine Statistik, die hab ich im April gemacht. Also bevor diese Entscheidung gefallen ist, der Frau von der Leyen die größte aller Gießkannen zu geben, die sie über alle ausschütten darf. Auf der X-Achse steht die Sterblichkeitsrate registrierter Corona-Fälle und auf der Y-Achse die Verschuldung des jeweiligen Landes in Prozent des Bruttosozialprodukts. Und da sehen wir einen interessanten Zusammenhang, nämlich umso höher die Verschuldung ist, umso höher ist auch die gemeldete Sterblichkeit. (…)

Es gibt keinen Unterschied bei der Sterblichkeit dieses Virus. Wir haben in ganz Europa vergleichbare Gesundheitssysteme. Und wir haben auch nicht 30 verschiedene Viren, die da unterwegs sind, sondern wir haben 30 verschiedene Meldesysteme, 30 verschiedene Arten die Daten zu erheben, 30 verschiedene Arten bei den Daten zu lügen, 30 verschiedene Arten bei den Daten Verzerrungen einzubauen. Also umso höher die Verschuldung, umso höher ist angeblich auch die Sterblichkeit – natürlich weil der Anreiz zur Fälschung der Statistik da ist!

Und dann gibt es Outlier [Ausreißer], die sind deswegen interessant, weil die uns auch etwas über die Economics dieses Problems sagen, nämlich Griechenland, Portugal und Zypern. Das sind die drei, die nicht in dieses Schema ansteigender Verschuldung und ansteigender Sterblichkeit reinpassen. Warum ist das so? Weil die vor dieser politischen Entscheidung über die 1,5 Billionen Euro schon gerettet waren! Deren Schulden sind zu dem Zeitpunkt doch schon komplett durch die nordeuropäischen Länder übernommen worden. Die hatten gar keinen Anreiz mehr ihre Statistiken so zu verzerren. (…) Was wir hier sehen ist, wie sehr wir den Statistiken misstrauen sollten!

Hauptsache die Politik schafft’s bis zu den nächsten Wahlen

(14:14) Wir haben 600.000 bis 800.000 Zombie-Unternehmen in Deutschland. Und davon sind 200.000 dadurch entstanden, dass wir das Insolvenz-Regime abgeschafft haben. Und zwar deswegen, weil die Insolvenzordnung (die Vorschrift, dass ein Unternehmen, das Pleite ist, Insolvenz anmelden muss), die hat einen Grund: Die soll dafür sorgen, dass sich nicht andere gesunde Unternehmen an dem kranken Unternehmen anstecken! Das ist sowas wie die Insolvenz-Pandemie-Kontrolle! Wenn kranke Unternehmen nicht Insolvenz anmelden müssen, obwohl sie überschuldet sind, dann bleiben sie im Geschäftsverkehr mit gesunden Unternehmen, bauen zwischen diesen Verbindlichkeiten und Forderungen auf, bedienen ihre Verbindlichkeiten dann nicht mehr und bringen so gesunde Unternehmen in Gefahr!

Das heißt, es werden mehr Arbeitsplätze zerstört als notwendig, aber das macht nix – Hauptsache unsere Politik schafft’s bis zu den nächsten Wahlen. Der Zweck dieses Bilanzbetrugs ist meiner Meinung nach nicht, irgendwelche Arbeitsplätze zu retten, zu retten sind die nämlich sowieso nicht. Im Gegenteil, es werden weitere Arbeitsplätze vernichtet durch die Ansteckung. Der Zweck ist die Verzögerung des politischen und geldpolitischen Offenbarungseides.

Was passiert, wenn die Sache zum Schwur kommt? Was passiert, wenn 600.000 bis 800.000 Unternehmen in Deutschland und zwei bis drei Millionen in Europa über die Wupper gehen und dabei einen Schaden zwischen vier und sechs Billionen Euro in den Bank-Bilanzen verursachen? Dann werden die Banken gerettet werden müssen. Und diese Rettung kommt genau von unserem entgleisten Geldsystem, das ja dieses Geld dann drucken kann.

Die EZB hat ausgespielt, wenn ihr Seigniorage-Kapital von den faulen Krediten übertroffen wird

(20:40): Jeder sagt: »Da passiert nichts. Die Europäische Zentralbank wird sich wieder was einfallen lassen und einen Grund finden, um mehr Geld zu drucken. Die können das noch ganz, ganz lange machen!« – Das ist ein Argument, das ich immer wieder höre. Wie lange können die das machen? – dazu gibt es empirische Informationen: In der Vergangenheit war das Spiel immer dann zu Ende, wenn die Menge der schlechten Assets in der Zentralbank-Bilanz ihr Seigniorage-Kapital überschritten hat.

Das Seigniorage-Kapital ist im Grunde genommen der Wert des Geldschöpfungs-Monopols der Zentralbank. (…) Und dieses Geldschöpfungsmonopol hat ungefähr die Höhe des Bruttosozialprodukts des Währungsraums der abgedeckt wird. Im Falle der EZB sind es etwas mehr als 10 Billionen Euro – das ist der Aktienwert der EZB. (…) Wir können erwarten, dass es irgendwann im Lauf der nächsten 12 bis 24 Monate weit über 10 Billionen Euro hinausschießen wird. Und dafür gibt es auch einen ökonomischen Grund, die werden nämlich die Banken retten müssen. Wenn wir 4.000 bis 6.000 Milliarden Euro Kreditverluste haben, dann müssen die auch 4.000 bis 6.000 Milliarden Euro Geld drucken. Wahrscheinlich mehr, denn die ganzen Schleifspuren, die so eine Krise hinterlässt, die kommen ja noch oben drauf. Und das bedeutet, dass sich die Zentralbank-Geldmenge unweigerlich in den nächsten 12 bis 14 Monaten verdoppelt. (…) Ganz egal, ob die Wirtschaft wieder wächst oder ob sie weiter abstürzt: In jedem einzelnen dieser Fälle durchschneidet diese Geldmenge die Höhe des Bruttosozialprodukts in den nächsten Monaten oder Quartalen.

Das bedeutet, dass das niemals zurückbezahlt werden kann! Denn die Assets, die in der Zentralbank-Bilanz drinstecken, sind wertlos, weil das alles Staatsanleihen von Euroländern sind, deren Kennzahlen heute schon schlechter sind als die von Griechenland 2010! Dann wird, was wir hier in der EZB-Bilanz stehen haben, das Seigniorage-Kapital der EZB überschreiten. Und diese Überschreitung wird dazu führen, dass das Vertrauen der Menschen in dieses Geld verloren gehen wird. So wie 1923, so wie in Venezuela, so wie in Zimbabwe, in Argentinien – überall war es das Gleiche. Jedes Mal, wenn die schlechten Assets das in der Zentralbank-Bilanz überschritten haben, hat’s geknallt.

Der Euro wird vor dem Dollar abschmieren – dann kommt der Goldstandard

(26:38) Jetzt kommt Trick 17 der Zentralbank-Argumentation: Nämlich zu sagen: »Die Geldmengenausweitung ist kein Problem, weil alle diese Politik machen: Die Amerikaner, die Chinesen, die Japaner, die Europäer – da ist ja gar kein großer Währungsraum da, gegenüber dem wir abschmieren können mit unserem Wechselkurs, weil die das alle machen«. – Das ist natürlich ein kompletter Irrtum. Der einzige Unterschied wird sein, das die Hyperinflation diesmal global wird.

Und der Euro schmiert vor dem Dollar ab, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Der Währungsraum des Euro, das ist die Euro-Zone. Das sind die 10 Billionen Bruttosozialprodukt der Eurozone. Der Währungsraum des Dollar ist aber nicht die USA! Der Währungsraum des Dollar als Weltleitwährung ist dreimal so groß wie das Bruttosozialprodukt der USA. Und die USA, die können noch sehr, sehr, sehr viel länger Geld drucken (in der Geschwindigkeit) als die Europäer, bevor die am Ende ihrer Weisheit sind.

Die brauchen in der Zentralbank eigentlich über diese Theorien nicht zu diskutieren, die sind sowieso am Ende! Ich bin ziemlich sicher, dass wir in absehbarer Zeit an den Punkt kommen, wo dieses System zu Ende ist, wo es nicht mehr weitergeht. Und dann ist die Frage, wie geht es mit einer neuen Währung weiter? Und dann kommt nach meiner Überzeugung die Stunde des Goldstandards.

Forderungen für die bürgerliche Revolution: Massive Deregulierung

Und wir müssen unsere Wirtschaft vom Kopf auf die Füße stellen. Wir brauchen dann einen ganz neuen Ansatz, wie wir Wirtschafts- und Währungspolitik machen. Wir brauchen eine massive Deregulierung. Ich behaupte, wir können 95 Prozent der seit 1970 erlassenen Regulierungen einfach ersatzlos streichen. Wir haben nämlich auch 1970 nicht im Zustand der Gesetzlosigkeit gelebt! Wir brauchen Einsparungen bei den Staatsausgaben, wir brauchen Umsteuerung von Konsum in Investitionen, wir brauchen eine Reparatur unserer Infrastruktur, wir brauchen eine Bildungsreform, wir brauchen eine Verteidigungsreform. Der israelische Verteidigungsminister hat angeblich in Berlin mal gesagt: »Mit 37,9 Milliarden Euro Verteidigungsbudget – wie schaffen Sie es da eigentlich keine Armee zu haben?«

Wir brauchen eine Reform der inneren Sicherheit, wir brauchen eine Rentenreform – denn, also mal ganz ehrlich, wenn ich in ein Pyramiden- oder Ponzi-Schema investieren wollte, dann würde ich zu Herrn Madoff gehen, der weiß wenigstens, was er tut! Wir brauchen eine Rolle rückwärts in der dümmsten Energiepolitik aller Zeiten, und wir brauchen eine drastische Steuerreform. Im Grunde genommen sollten wir das Steuersystem nicht nur vereinfachen, sondern wir sollten die Steuern weitgehend abschaffen, sofern sie unsere Leistungen betreffen. Also Leistung sollte gar nicht besteuert werden. Das heißt wir schaffen dann ab: die Einkommenssteuer, die Lohnsteuer, die Gewerbesteuer, die Körperschaftssteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, die Abschlagssteuer und die Reichensteuer. Die brauchen wir alle nicht, und zwar deswegen, weil sie Leistung disinzentivieren! Die gehören weg!

Privatisierung, Entbürokratisierung

Weg gehören auch die ganzen Staatsaufgaben, die damit finanziert worden sind. Wir brauchen keine 14 Ministerien, wir brauchen höchstens vier! Und wir brauchen nicht in jedem Bundesland 14 Ministerien, da brauchen wir höchstens zwei! Und wir sollten überhaupt die meisten Aufgaben den Bundesländern und dem Bund entziehen, außer innere und äußere Sicherheit, Rechtsetzung und Rechtsprechung. Warum? Weil die Kommunen das alles viel besser können. Wir brauchen eine massive Privatisierung der Nicht-Kernaufgaben des Staates, und zwar nicht indem wir es an irgendwelche weltweiten korporatistischen Konzerne verscherbeln, sondern indem wir es wieder in mittelständische Strukturen zurück überführen.

Und wir brauchen eine Verkleinerung der Bürokratie. Wir können eigentlich 98 Prozent aller Behörden abschaffen! Ich hab mir kürzlich eine Liste aller Bundebehörden gemacht, das sind round about 100 Stück. Und dann hab ich mir jede einzelne angeguckt und mich gefragt: Brauchen wir die? Und ich hab keine gefunden, wo ich am Schluss überzeugt war, dass wir die brauchen! (…)

Weg mit der Tutelage durch den Staat!

(31:20) Und wir brauchen eine Rückkehr zur Vertragsfreiheit in allen Belangen! Wieso schreibt der Staat uns vor, wie wir unsere Mietverträge abzufassen haben oder unsere Arbeitsverträge? Das ist nicht Aufgabe des Staates! Wir sind freie, selbstständige Bürger und Menschen, und wir können unsere Verträge ohne die Tutelage und Bevormundung durch den Staat abschließen! Und dann können wir auch zwei Drittel unseres teuren Justizsystems einsparen, weil die sich nämlich nur noch mit Miet- und Arbeitsstreitigkeiten rumschlagen, die deswegen so viel Kapazität binden, weil die Rechtslage so kompliziert und so willkürlich geworden ist, dass jeder glaubt, er muss jedes Wehwehchen vor Gericht vortragen bis zur zehnten Instanz!

Und dann sollten wir eine Verfassungsdebatte führen, weil so eine freie Gesellschaft wie die, die wir eigentlich brauchen, unter unseren aktuellen Bedingungen nicht hergestellt und gehalten werden kann. Und das richtet sich nicht gegen unser Grundgesetz, sondern das richtet sich auf die Stärkung unseres Grundgesetzes! Dieses Grundgesetz war für viele Jahre das Beste, was wir je hatten. Und jetzt stellen wir aber fest, dass es leider einige Fallen und Angelhaken darin gibt, die von den Feinden der Freiheit (von den Sozialisten) dafür benutzt werden, um alle möglichen Dinge einzuführen, die letzten Endes den Zweck von Freiheit und Demokratie untergraben – alles mit vorgeblich edlen Motiven.

Die 5 Säulen einer freiheitlichen Zivilisation im Grundgesetz verankern

Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die fünf Säulen einer freiheitlichen Zivilisation im Grundgesetz verankern, nämlich Individualität, Eigentum, Ehe und Familie, Religion, Kunst und Kultur. Zum Thema Individualität: Wir sind keine Zahnräder einer staatlichen Maschinerie, wir sind Individuen! Zum Thema Eigentum: Ohne Eigentum gibt es keine Freiheit, denn wenn es kein Eigentum gibt oder unsere Eigentumsrechte eingeschränkt werden, dann sind wir abhängig von der staatlichen Willkür-Bürokratie!

Ehe und Familie sind nun mal die Bausteine jeder Gesellschaft. Da entscheidet jeder für sich, was er will. Wenn aber ein Staatswesen, eine Gesellschaft sich davon abwendet, dann wird sie auf Dauer nicht funktionieren. Und zwar einfach schon deswegen, weil dann irgendwann niemand mehr da ist, um die Alten zu versorgen. Weil sich unsere Bevölkerungspyramide umgekehrt hat durch die Politik, die wir betrieben haben, durch ein Ponzi-Schema.

Und auch Religion, Kunst und Kultur müssen wir im Grundgesetz verankern, weil sie unsere Identität definieren. Und wenn wir keine Identität verspüren, dann haben wir nicht das Bedürfnis und sehen nicht die Notwendigkeit unser Staatswesen so zu gestalten, dass wir der nächsten und übernächsten Generation ein geordnetes solches übergeben können.

Einführung einer Gewaltenteilung

Wir brauchen strengste Gewaltenteilung, die haben wir nämlich überhaupt nicht. Die ist in Deutschland sogar so schlecht, dass selbst der Europäische Gerichtshof Deutschland bescheinigt hat, keine Gewaltenteilung zu haben! Das muss man sich mal geben: der Europäische Gerichtshof! Den rufe ich ja sonst nicht zum Zeugen, aber wenn selbst die das sagen, dann muss ja wohl was dran sein!

Keine absolute Macht, auch nicht für den Souverän! Das bedeutet, dass in Zukunft nicht mehr die Mehrheit die Minderheit ausbeuten darf. Und wir brauchen die Abschaffung des Berufspolitikertums und seine Ersetzung durch den Dienst am Land. Das bedeutet beispielsweise, dass wir Amtszeitbegrenzungen einführen. Ich denke, vier Jahre Bundeskanzler sind genug, dann wird abgekanzelt! Da braucht man nicht zwei Amtsperioden, das ist nicht notwendig! In einem Land von 83 Millionen wird sich doch ein zweiter finden, der das kann! Kann mir doch niemand erzählen, dass irgendjemand 25 Amtsperioden bis zur Mumifizierung Kanzler sein muss!

Für einen schlanken und effizienten Staat

Wir brauchen eine freie Marktwirtschaft und den Goldstandard mit Verfassungsrang. Und wir müssen den Staat so klein wie möglich machen, damit er dort, wo wir ihn wirklich brauchen, auch da ist! Da, wo wir ihn nämlich wirklich brauchen, bei der inneren und äußeren Sicherheit und bei der Rechtssetzung und Rechtsprechung, da dient er uns nämlich nicht mehr. Weil er sich so verzettelt hat in allen möglichen Aufgaben (die nicht seine sind), dass er zu seinen Kernaufgaben gar nicht kommt!

Und wir brauchen Subsidiarität: Vorrang der kleinen Einheiten vor den großen Einheiten. Warum zum Beispiel können die Sozialausgaben nicht in den Kommunen entschieden werden? Warum ziehen die Bürger nicht vor’s Rathaus und fragen: So viel Prozent unseres Wohlstands sollen wir für Soziales aufwenden? Dann spüren sie nämlich die Folgen ihrer Entscheidung direkt! Wenn sie zu viel dafür ausgeben, dann geht es ihnen an den Geldbeutel, und wenn sie zu wenig dafür ausgeben, haben sie die Folgen vor der Haustür. Sie werden also das gesunde Mittelmaß finden. Eine zentralistische Bürokratie in Berlin, die irgendwelche Sozialstaats-Vorschriften macht, wird niemals in der Lage sein das richtige Gleichgewicht zu finden, weil sie viel zu weit weg ist von den Menschen!

Direkte Demokratie

Wir brauchen die Direktwahl von Mandatsträgern aller drei Gewalten durch den Bürger. Die Bürger wählen ihre Richter, die Bürger wählen ihre Staatsanwälte, die Bürger wählen ihre Bürgermeister, die Bürger wählen ihre Parlamentsabgeordneten und sie wählen auch den Kanzler oder die Kanzlerin.

Wir brauchen eine Wiederherstellung von Presse- und Medienvielfalt. Wir brauchen eine Zerstörung des Bandes zwischen Macht und Medien. Und wir brauchen eine Stärkung der Privatsphäre und der Grundrechte des Bürgers an den eigenen Daten. Wir brauchen eine Machtbegrenzung durch Haftungsregeln und durch Amtszeiten-Begrenzung. Wir brauchen Mindestqualifikationen, wenn einer ein politisches Amt anstreben will. Wie kann einer Minister sein ohne eine Qualifikation, die nicht mindestens genauso gut ist wie die Anforderung an seinen beamteten Staatssekretär! Was soll das?

Und wir brauchen die Beendigung der adversen Selektion von Politikern, indem wir die Bezahlung reformieren. Ein Politiker darf nicht mehr verdienen als er vorher verdient hat. Das heißt, er soll nicht aus finanziellen Gründen in die Politik gehen, sondern aus Idealismus!

Wir brauchen Steuerhoheit bei den Gemeinden statt beim Bund. Wir brauchen eine Abschaffung des Länder-Finanzausgleichs – der belohnt nur die Verschwendung. Und wir brauchen direkte Demokratie auf allen Ebenen. Auch sollten wir mal über das Thema Wahlrecht nachdenken, weil das Wahlrecht dazu missbraucht wird, einen Vertrag zu Lasten dritter zu schließen. Da ist was fundamental falsch damit.

Wir brauchen eine Begrenzung der Staatsquote auf 25 Prozent, aber besser wären 15 Prozent. Das Kaiserreich kam mit 12 Prozent aus – das hat auch funktioniert. Und wir brauchen ein Verbot staatlicher Verschuldung, und zwar radikal! Wir brauchen Währungswettbewerb, wir brauchen Eigentumsrechte und Vertragsfreiheit in der Verfassung, und wir brauchen eine freiheitliche Wertevermittlung als Staatsziel – womit ich am Ende meiner Ausführungen wäre, vielen Dank!«


Siehe auch meine Beiträge: Merkel-Regierung glaubt an die Statistiken, die sie selbst gefälscht hat und Markus Krall: Der Crash als Chance für einen Neustart mit freier Marktwirtschaft sowie mein Aufruf zum Hartz-IV-Generalstreik: Arbeitsverweigerung als persönlicher Generalstreik

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