Norbert Bolz: „Die Geisteswissenschaften sind verloren.“

"Die Geisteswissenschaften sind verloren"
Der Medienwissenschaftler: „Es geht um das Prinzip: Bilder zeigen von leidenden Personen. Im Idealfall zeigt man ein kleines Kind, das weint. Das letzte dieser berühmten Bilder: An der mexikanischen Grenze wird eine illegale Einwanderin zurückgewiesen; und daneben ihr Kind, das weint. Das bedeutet: Wer gegen illegale Einwanderung ist, der ist ein Unmensch.“ Foto: Screenshot Tagespiegel vom 12.04.19

„Was mich bedrückt, das sind die Gefälligkeits-Wissenschaftler. Sie machen sich keine Vorstellungen, wie groß die Zahl der Wissenschaftler ist, die bereit sind, Gutachten zu formulieren wie sie für die Politik gerade brauchbar sind. Und das ist natürlich der größtmögliche Widerspruch gegen das Ethos des Wissenschaftlers überhaupt! Aber Ernst Jünger hat dazu schon das wunderbare Wort geprägt: „Den Professoren wird heute das Apportieren beigebracht“. Das betrifft vor allem die Geisteswissenschaften – die sind verloren!“ – Hier der Vortrag von Norbert Bolz im Wortlaut als Niederschrift.

Der bei den Linken in Ungnade gefallene Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz hielt am 15.06.19 im Kronprinzenpalais Berlin eine ebenso launische wie gesellschaftskritische Rede über die Mechanismen der politischen Korrektheit, über den sogenannten Haltungs-Journalismus und die fixe Idee vom ‚Kampf gegen Rechts‘. Darüber hinaus gab er einen Einblick in den von Kulturmarxisten und Feministinnen übernommenen Wissenschaftsbetrieb, wo nach dem Vorbild USA die Begegnung der Geschlechter mittlerweile bis ins Detail reglementiert sei. Die Geisteswissenschaften hält er für verloren. Der Professor für Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin rechnet sich dem rechten Flügel der SPD zu, der allerdings nicht mehr existent sei. Bolz sprach im Rahmen eines Kongresses der Desiderius Erasmus Stiftung zum Thema Meinungsfreiheit. Hier die Rede als Video und auszugsweise in schriftlicher Form:

„(…) [4:55] Political Correctness kennen Sie als eine Art Tugendterror. Man könnte sagen, wir haben es mit neuen Jakobinern zu tun. Das Vorherrschende an der Political Correctness ist das, was man Sprachhygiene nennen könnte oder konkreter: Sprachtabus. Es gibt unendlich viele Dinge, die man schlechterdings nicht mehr sagen kann. Das werden Sie vor allem mitkriegen, wenn Sie Kinder haben, die in der Schule sind, die rapportieren das dann immer: Also das darf man nicht mehr sagen. Bei Schwarzen sowieso, aber auch bei anderen Völkern, Eskimos oder so, das haben Sie sicher alles mitgekriegt. Und es ist gar nicht so einfach, da am Ball zu bleiben, also immer mitzubekommen, wie die neue Sprachregelung eigentlich ist – vor allem für bestimmte Minderheiten. Es ist fast unmöglich, nicht ständig in ein Fettnäpfchen zu treten. (… )

Sozial-Kitsch macht eine rationale Debatte unmöglich

Die andere Komponente der Political Correctness ist das, was ich Sozial-Kitsch nennen würde. Das können Sie besonders gut in Talkshows mitverfolgen, aber auch in Reportagen. Dass man ihnen nämlich leidende Personen zeigt. Es geht immer um das Prinzip: Namen nennen, Bilder zeigen von leidenden Personen. Und wer dann irgendein Argument dagegen bringt, ist gleich ein Unmensch. Denn das bedeutet, Sie wollen offenbar dieses Leiden, Sie haben kein Gefühl, Sie sind nicht sensibel, Sie wissen nicht wie diese Menschen leiden unter ihren Bedingungen. 

Im Idealfall zeigt man natürlich ein kleines Kind, das weint. Sie können sich sicher noch an das letzte dieser berühmt gewordenen Bilder erinnern: An der mexikanischen Grenze zu den USA wird eine Mutter zurückgewiesen, weil sie eine illegale Einwanderin ist, und daneben ihr Kind, das weint. Was bedeutet das: Wer gegen illegale Einwanderung ist, der ist ein Unmensch. Anders kann man diese Berichterstattung nicht interpretieren. Sozialkitsch erleben Sie auch in jeder Talk-Show. Dabei sind meistens die Vertreter der richtigen Parteien, dann ein ‚Böser‘ (so wie Sie hier auch sitzen) und dann jemand aus dem Volk, der leidet. Dieser Kitsch produziert sofort eine Atmosphäre, in der Argumente keine Chance haben. Also es ist unmöglich noch zu argumentieren. [8:40]

Die dritte Komponente der Political Correctness ist das, was man politischen Moralismus nennen müsste. Das ist eine sehr wichtige Technik, die auch jede Argumentation zu Boden schlägt: Sie verwandeln prinzipiell jedes politische Problem in ein moralisches Problem, so dass sich die Welt sofort aufspaltet in gute Menschen und Unmenschen. Wenn Sie also zu einem bestimmten Thema eine andere Meinung haben, dann sind Sie nicht jemand mit einer abweichenden, kritischen Meinung, sondern Sie sind ein Unmensch. Und das ist die gefährlichste dieser Entwicklungen, dass wir uns in scheinbaren Argumentationen spalten lassen in gute und schlechte Menschen. Oder wie ja ein ehemaliger Bundespräsident meinte sagen zu müssen, in helles und dunkles Deutschland. 

Der Tugend-Terror der neuen Jakobiner

Also diese drei Komponenten: Sprachhygiene, Sozial-Kitsch und politischer Moralismus bauen das System der politischen Korrektheit, diesen Tugendterror der neuen Jakobiner. Das hat im Wesentlichen zwei Effekte: Zum einen erzeugt es eine Art hysterische Hyper-Sensibilität. Also bei den Leuten, die für so etwas empfänglich sind, und das sind leider Gottes gerade unter den Intellektuellen und Akademikern sehr, sehr viele. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Leute, die von Berufswegen denken oder lernen oder Forschen oder so irgendetwas, besonders gute politische Urteilskraft hätten; oder überhaupt eine gesunde Urteilskraft hätten! Im Gegenteil, im Gegenteil! [Applaus]

Die Folge ist außerdem eine zunehmend infantilisierte Politik. Das ist etwas, was Sie immer deutlicher beobachten werden: Die Politik wird nicht nur immer plakativer, das wird sie seit Jahrzehnten. Seit John F. Kennedy ist die Politik Medienpolitik geworden beziehungsweise Fernsehpolitik. Aber jetzt wird sie auch immer infantiler. Und dafür gibt es ja die besten Belege, nämlich Greta und Kevin. (… ) Entwickelt und entfaltet wird das Ganze unter anderem an der Universität, in der Politik und im Gesinnung-Journalismus. (… ) [13:30] 

Gefälligkeits-Wissenschaftler

Der Universitäts-Campus wird im Grunde, was seine Diskurse betrifft, von zwei Gruppen geprägt: Da ist zum einen die studentische Gruppe der sogenannten Schneeflocken, und zum anderen die professorale Gruppe der von mir so genannten Gefälligkeitswissenschaftler. Die Schneeflocken, das sind die Vorzeige-Gestalten dieser hysterischen Hyper-Sensitivität. Das ist etwas, was Sie sich nicht vorstellen können, wenn Sie nicht wirklich Kontakt mit Universitäten haben. Aber es wird dort immer grotesker! Und es gibt dort offenbar kein Halten mehr, schon seit Jahren! Und längst haben wir in Deutschland die absurden Verhältnisse von Amerika erreicht. 

Schneeflocken nennt man diese Studenten deshalb, weil sie durch alles, was irgendwie ein heißes Thema sein könnte, sofort zum Schmelzen gebracht werden; und es als Anschlag auf ihre Identität empfinden, so dass man sie von vornherein betreut: Man organisiert Räume, buchstäblich Räume, in denen bösere Elemente nicht an sie herankommen. Man schütz sie vor sexueller Aggressivität im Sinne von Komplimenten, die man mal macht. Es gibt im Grunde nichts, was man heute noch tun und sagen könnte an einer Universität, was nicht vorher streng geregelt sein muss – sprachlich und habituell. Nur dann können Sie ohne Risiko auf irgendwas eingehen. 

Als ich eine Gast-Professur in Amerika hatte, fiel mir auf, dass bei allen Professoren die Türen offenstanden. Das ist glaube ich ganz normal in Amerika. (… ) Die Professoren stellen damit sicher, dass man sie nicht wegen Sexual Harassment anklagen kann. Damit nicht behauptet werden kann, hinter verschlossenen Türen sei das und das geschehen. Viele nehmen dann auch gerne noch jemanden dazu, einen Assistenten oder so – kann ich jedem Professor nur raten heutzutage! (… ) [16:18]

Was mich noch viel mehr bedrückt, das sind die Gefälligkeits-Wissenschaftler. Sie machen sich gar keine Vorstellungen, wie unglaublich groß die Zahl der Wissenschaftler ist, die bereit sind, Gutachten zu formulieren so, wie sie für die Politik gerade brauchbar sind! Das hat ein unglaubliches Ausmaß genommen, und zwar in jedem Politikfeld, an das Sie denken können! Und das ist natürlich der größtmögliche Widerspruch gegen das Ethos des Wissenschaftlers überhaupt. Die Freiheit des Wissenschaftlers zu Lehre und Forschung sollte ihn ja gerade frei machen von dem Druck, das zu präsentieren, was der Staat und was die Mächtigen erwarten. Aber Ernst Jünger hat dazu schon das wunderbare Wort geprägt: „Den Professoren wird heute das Apportieren beigebracht“. Und das ist wirklich so. [Applaus] (… )

Die Produktion von Bullshit

Ich gebe gerne zu, das passiert eigentlich im Wesentlichen in den sogenannten Geisteswissenschaften – die sind für mich ehrlich gesagt verloren! Da sehe ich überhaupt keine Entwicklungs-Chancen. Es gibt nur einzelne Professoren, die das durchschauen, und die dann mit einer gewissen Bockigkeit und der Tatsache, dass sie verbeamtet sind, einfach ihren Stiefel durchziehen – trotz allem. Aber auch da gilt natürlich: Man muss immer verdammt aufpassen, was man sagt! Denn es gibt eine Horde von Leuten in jeder Veranstaltung, die nur darauf warten, dass ein Wort fällt, das sie dann inkriminieren können und bei der Universitätsleitung vorbringen können. Was kommt dabei raus bei der Arbeit der Schneeflocken und der Gefälligkeitswissenschaftler: Nun, Phantom-Themen, die uns dann gefangen halten wie Diversity oder Gender. (… ) [25:24]

Es gibt noch eine zweite Dimension, und das ist ‚Bullshit‘. Ich würde das Wort niemals aus Ressentiment oder aus Wut heraus sagen, wenn ich es nicht stützen dürfte auf einen der berühmtesten amerikanischen Philosophen überhaupt, Harry Frankfurt. Und wenn Sie nichts von meinem Vortrag heute haben, dann nehmen Sie wenigstens diesen Buchtipp mit. Das ist ein ganz kleines, dünnes Büchlein und heißt schlicht: ‚Bullshit‘. Gibt es auch auf Deutsch, da heißt es auch ‚Bullshit‘. (… ) Und was das Entscheidende daran ist, und deshalb halt ich den Begriff auch für so unglaublich brauchbar: Bullshit hat kein Interesse an Wahrheit. Im Gegensatz zur Lüge! Wenn jemand lügt, hat er ein massives Interesse an der Wahrheit, er will sie nämlich negieren oder verdecken. Wenn jemand Bullshit redet, hat das mit der Wahrheit oder mit der Welt der Fakten überhaupt nichts zu tun. Und das ist in der Tat die Form von Diskurs, die die politische Öffentlichkeit vor allem bestimmt. (… ) [28:03]

Framing: Der Journalist als Oberlehrer

Das dritte Feld, wo diese Pflanze Political Correctness angebaut wird, ist der Gesinnungs-Journalismus: der Journalist als Oberlehrer. Das ist ein Problem, das in Deutschland besonders groß ist. (… ) Es gab immer schon das angelsächsische Modell, das ich auch favorisiere: Das erkannten sie früher an einem Stich quer durch die Zeitung. Über dem Strich standen nur Nachrichten, und unter dem Strich standen Meinungen. Das finde ich wunderbar! So wünsche ich mir das auch von einer Zeitung oder von einem Bericht.

Nur, die deutsche Zeitungstradition ist eine ganz andere. Die Deutschen waren und sie sind stolz darauf, dass sie Informationen und Meinungen miteinander vermischen. Also sie wollen Gesinnungs-Journalismus betreiben. Sie halten das für ihre Aufgabe, nicht nur Informationen zu liefern, mit denen wir uns dann unsere eigene Meinung bilden können. (… ) Wenn man das kritisiert, wehrt der Journalist das natürlich ab und sagt: Das stimmt doch gar nicht, das machen wir gar nicht, wir informieren nur, machen Fakten-Checks – also ganz im Gegenteil, wir wollen nichts anderes als aufklären. Aber wenn sie dann mal so ein bisschen aus der Reserve gelockt werden, sagen sie das plötzlich mit aller Offenheit im Brustton der Überzeugung: Jawohl, wir wollen einen Haltungsjournalismus.

Der auch von mir sehr verehrte Journalist Hanns Joachim Friedrichs, der ja das Wahnsinnsglück hatte, die Tagesthemen zu moderieren als gerade die Mauer gefallen ist, dieser Journalist – so was findet man leider nur noch selten im Fernsehen. Friedrichs hat einmal den Satz geprägt: „Ein Journalist sollte sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten“. Der größte Satz meines Erachtens, den man über die Aufgabe des Journalisten überhaupt formulieren kann. (… ) [35:45]

„Kampf gegen Rechts“

Auch das ARD-Manual spricht als Beispiel für sich selbst. Das heißt ja auf Deutsch: Die verantwortlichen Intendanten sind sich nicht mehr sicher, dass alle ihre Mitarbeiter und Journalisten die politisch-korrekte Sprache sprechen und bei der Selektion der Themen auch homogen und geschlossen vorgehen. Und deshalb gibt man ihnen eine Sprach-Anleitung: Wie äußerst du dich zu bestimmten Themen, damit du tatsächlich immer auf Linie bleibst. Denn es ist wirklich linientreuer Journalismus, mit dem wir es zu tun haben. Und deshalb muss ich leider Gottes auch meinen Vorrednern Recht geben: Das hat schon totalitäre Züge. Und es gibt so etwas wie den späten Sieg der DDR in sehr, sehr vielen Lebensbereichen unserer Gesellschaft. [Applaus]

Wir haben wie gesagt eine infantile Politik, eine Politik von Schneeflocken, von Leuten, die Gefälligkeits-Gutachten produzieren, von Oberlehrern, die versuchen uns auf den rechten Weg zu bringen. Und das ist ideal gebündelt in einem nun wirklich mächtigen Mythos unserer Gegenwart, nämlich dem Mythos ‚Kampf gegen Rechts‘. Das ersetzt im Grunde alles politische Nachdenken. Wenn Sie sich mal die Wahlen der letzten Jahre vergegenwärtigen, gab es kein einziges Thema außer ‚Kampf gegen Rechts‘. Im Grunde müsste die AfD darüber glücklich sein. Das ist das einzige politische Thema, um das es seit vielen, vielen Jahren ernsthaft geht.

Das bedeutet aber auch umgekehrt: Die politische Szene und auch gerade die sich politisch verstehenden Intellektuellen haben offensichtlich überhaupt keine Ideen mehr. Es gibt nichts mehr, wofür sie eintreten, es gibt nichts mehr, womit sie uns faszinieren könnten. Ich glaube, es war Ronald Reagan, der mal gesagt hat: Wir müssen jetzt nach dem Gewinn des Kalten Krieges schleunigst ein neues Thema finden, das die Leute fasziniert, mit dem wir sie zusammenhalten können. (… ) [38:20]

Dieser Mythos vom ‚Kampf gegen Rechts‘ ist die extremste Form dessen, was der Philosoph Odo Marquard ’nachträglichen Antifaschismus‘ genannt hat: Gerade in einer Zeit, wo wir so fortschrittlich, so tolerant und auch so ausländerfreundlich sind wie noch niemals in unserer Geschichte, gerade in dieser Zeit wird so getan, als müsste man ständig gegen Nazis kämpfen. Wir sind so weit entfernt von Totalitarismus und Fremdenfeindlichkeit in einem national-sozialistischen Sinne wie noch nie eine deutsche Gesellschaft. Und gerade jetzt treten plötzlich die Kämpfer gegen die Nazis auf. Also gegen einen Phantom-Gegner! (… ) [39:45]

Das alles führt zu einer Tribunalisierung der gesamten Gesellschaft, so wie das unser ehemaliger Bundespräsident ausgesprochen hat: Es gibt ein helles Deutschland und es gibt ein dunkles Deutschland. Und das dunkle Deutschland steht vor einem Tribunal: Das Tribunal, das von den Mainstream-Journalisten und von den entsprechenden Politikern abgehalten wird. (…) [42:01]

Mit dem Internet die Schweigespirale überwinden

Der zweite Punkt, der mich optimistisch macht, ist der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit: Wir leben Gott sei Dank eben nicht mehr in einer Welt, die nur bestimmt wird von den öffentlich-rechtlichen Medien und von Zeitungen, die deshalb immer konformistischer werden, weil ihnen die Werbekunden abspringen, die ihr Heil ebenfalls in der Political Correctness suchen. Sondern wir leben in der Zeit des Internet, der sozialen Netzwerke und der sozialen Medien. Da wird wahnsinnig viel Schwachsinn produziert, jede Form von Paranoia wird unterstützt. Aber trotzdem: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten der Selbstorganisation derer, die mit diesem Mainstream nicht mitschwimmen wollen, die dann auch Rückkopplung und Feedback bekommen, und die vor allem Informationsquellen anzapfen können, die Sie anderswo überhaupt nicht finden.

Ich persönlich könnte mir mein Bild von der Welt ohne bestimmte Portale der sozialen Medien überhaupt nicht mehr machen. Und ich bin immer wieder verblüfft, was man da lernen kann, wovon man in der Tagesschau, aber auch in den meisten Zeitungen gar nichts zu hören bekommt. Die meisten von Ihnen nutzen das Internet. Die Jüngeren nutzen es ohnehin und die Kinder kennen es gar nicht mehr anders. Ich hab immer auch Hoffnung daraus geschöpft, dass meine eigenen Kinder gar nicht Fernsehen gucken. Und übrigens auch meine Studenten kaum mehr Fernsehen geguckt haben und die meisten sich nur aus dem Internet informieren. Wie gesagt, da gibt es auch diese dunkle Seite des Internet. Und zwar nicht nur das Darknet, sondern einfach auch die Idiotie. Aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist die Möglichkeit der Selbstorganisation derjenigen, die sich bisher isoliert gefühlt haben – nach der berühmten Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann, die vorhin erwähnt wurde. (…)“


Passend zum Thema die Beiträge: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden sowie Meine Facebook-Sperrung und die Tragweite.

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