Das Abraham-Syndrom des Gutmenschentums

Holzschnitt von Julius Schnorr von Carolsfeld: Abraham will seinen Sohn Isaak opfern
Holzschnitt von Julius Schnorr von Carolsfeld: Abraham will seinen Sohn Isaak opfern; aus „Die Bibel in Bildern“(1860).

Die Linken und Grünen huldigen einer Ersatzreligion, denn sie sind der Multikulti-Ideologie so ergeben wie Abraham dem Gott der Heiligen Schrift. Und ähnlich wie der Stammvater Israels haben sie im Grunde keine Skrupel, ihre Töchter und Söhne auf dem Altar des Schuldkults zu opfern. Morgen erhalten die Eltern von Maria Ladenburger den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen. Sie glauben weiterhin an die Politik der offenen Grenzen, obwohl ihre Tochter von einem illegal eingereisten Afghanen umgebracht wurde.

Von Gastautor Harald Noth

Am 16. Oktober 2016 wurde die Studentin Maria Ladenburger in Freiburg, einer Hochburg der Linken und der Willkommenskultur, bestialisch vergewaltigt und ermordet. In der Todesanzeige riefen ihre Angehörigen dazu auf, u.a. an die Studenteninitiative Weitblick Freiburg e.V. zu spenden. Maria selbst war Mitglied dieser Initiative gewesen, die sich auch um Asylanten kümmerte. Zum Zeitpunkt der Beerdigung war der Mörder Marias zwar noch nicht ermittelt und gefasst, der wache Teil der Bevölkerung in und um Freiburg befürchtete jedoch, ja rechnete fest damit, dass der Täter aus den Reihen der sogenannten Flüchtlinge stammen würde, die Freiburg unsicher machen. Es stellte sich später tatsächlich ein afghanischer ‚Schutzsuchender‘ als Täter heraus.

Am 22. März 2018 fand der Prozess gegen Hussein Khavari seinen Abschluss, er bekam lebenslänglich mit anschließender „Sicherheitsverwahrung unter Vorbehalt“ (Video von Epoch Times). Symbolträchtig einen Tag vorher gaben die Eltern Marias die Gründung einer Stiftung zur Erinnerung an ihre Tochter bekannt, mit der Medizinstudenten unterstützt werden sollen. Zitat: „Explizit sollen zudem auch ausländische Studierende bei der Integration in das universitäre Umfeld unterstützt werden.“ Der Rektor der Uni bemerkte zur Stiftung: „Sie steht für alles, was unsere Universität auszeichnet: Weltoffenheit, Toleranz und Neugierde auf das Neue.“ Die Eheleute Clemens und Friederike Ladenburger erhalten wegen ihrer Stiftung morgen (13. März 2019) den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen und werden somit zu den „Bürgern des Jahres“ ernannt. Der Vater der Ermordeten ist in Brüssel ein hoher Beamter der EU-Kommission und stellt die Masseneinwanderung bis heute nicht in Frage (Interview mit der Badischen Zeitung am 8. März 2019).

Im Dezember 2018 stieg eine Studentin – so ist zumindest in den Medien berichtet worden – als Tramperin bei einem LKW-Fahrer, einem Marokkaner, zu. Sophia Lösche wurde dann in Spanien ermordet aufgefunden; die Indizien verdichteten sich bald, dass der Marokkaner ihr Mörder sein muss. Der bisher Unbescholtene ist praktizierender Moslem, der fünf Mal am Tag betet. Der Bruder der Ermordeten, Kreisvorsitzender der Grünen in Bamberg, verwahrte sich in der BILD gegen „rassistische Hetze“ auf Kosten seiner Schwester: „Wir möchten dabei darauf hinweisen, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun hat. Sophia ist in der Unterstützung von Geflüchteten aktiv und engagiert sich gegen Rechts“. Sophia war vor ihrem Verschwinden auf der griechischen Insel Lesbos für die Organisation No border kitchen tätig gewesen, welche die Einwanderung über die Türkei-Balkan-Route unterstützt.

Die Mordfälle Ladenburger und Lösche haben gemeinsam, dass die Angehörigen (zumindest die, die sich öffentlich äußern) nach dem Mord nicht nachdenklich wurden, sondern offenbar immer noch an die Multikulti-Ideologie glauben, die ihnen Verderben brachte. In unzähligen anderen Fällen versuchen Gutmenschen, die Migranten-Kriminalität zu verdrängen oder schönzureden, windige Erklärungen zu finden und als Einzelfälle abzuhaken. Im Extremfall gilt: Auch wenn das Liebste zum Opfer fiel: Man sieht es als Kollateral-Schaden einer guten Sache an.

Hier drängt sich der Vergleich mit dem Opfer Abrahams auf: Gott stellte den Stammvater der Israeliten auf eine Probe: Er gebot ihm, seinen einzigen Sohn Isaak als Brandopfer darzubringen. Der absolut gottergebene Abraham hatte Isaak schon gefesselt und auf dem Altar und dem Feuerholz platziert, hatte das Messer schon erhoben, als Gott ihn durch einen Engel zurückrufen ließ: „Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide. Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten“ (1. Mose 22, 12).

Abraham und sein Sohn haben noch einmal Glück gehabt, die Familien Ladenburger und Lösche nicht. Ihre Lieben überlebten das Messer, das Feuer nicht.

Während Abraham Isaak (in der vollen Absicht ihn zu töten) auf den Holzhaufen des Feueraltars fesselte, schicken unzählige Eltern ihre Töchter (nicht mit der Absicht sie zu töten) in die Asylantenheime, machen Lehrer, Medien und Politiker den Kindern Multikulti schmackhaft. Gott sei Dank sind die meisten Asylanten keine Mörder und Vergewaltiger. Zum Glück geht das Abenteuer in vielen Fällen glimpflich ab. Die Familien Ladenburger und Lösche haben den Tod Marias bzw. Sofias nicht gewollt, aber ihn nachträglich angenommen und zu erkennen gegeben: Wir würden unsere Tochter/Schwester wieder in die Flüchtlingsarbeit schicken. Sie sind der Willkommenskultur so sehr ergeben wie Abraham seinem Gott.

Die Linken unter den Verfechtern der Willkommenskultur werden jede religiöse Neigung bestreiten. Sie kämpfen seit Jahrzehnten verbissen und mit allen Mitteln (insbesondere mit den Medien) gegen die Kirchen, die einmal die Vermittler des Christentums waren. Doch ohne es zu wissen huldigen die Linken einer Ersatzreligion: Im Katholizismus ist jeder Mensch mit der Erbsünde behaftet, von der er sich durch die Taufe befreien kann. Durch die Taufe wird er nicht nur in die Kirche aufgenommen, sondern auch in die Gemeinschaft mit Christus, durch den die Erbsünde ihre Macht über den Täufling verloren hat. Aber er belädt sich auch weiter mit Schuld, die er jedoch durch die Beichte abwaschen kann, in der er die Sünden bekennt und Buße tut.

Die Linken frönen einem weltlichen Schuldkult: Hier ist es die deutsche Schuld am Holocaust, die unsere Vorfahren auf sich gezogen haben und die jede nachfolgende Generation auf sich nehmen soll. Von dieser Schuld kann man sich nur befreien, wenn man ‚getauft‘ ist (indem man Mitglied oder Nachbeter der SPD, der Grünen, der Linken wird). Doch das reicht nicht: Es ist nötig die Schuld immer wieder öffentlich zu beteuern; als Buße und Sühne fungiert das Engagement in der Willkommenskultur. Der Satan in dieser Zivilreligion sind die „Nazis“ von der AfD, von Pegida, von der Identitären Bewegung usw.

Die Prüfung der Glaubensstärke Abrahams wäre beinahe tödlich ausgegangen – der Dienst in der Willkommenskultur kostet etlichen der Helfer und Helferinnen tatsächlich das Leben; noch häufiger kommt es zu Vergewaltigungen von Besucherinnen der Flüchtlingsunterkünfte. Mädchen, die romantisch beginnende Liebschaften mit Moslems haben, kommen da allzu oft nicht unversehrt heraus. Dieser Blutzoll führt nicht etwa zur Abwendung von Schuldkult und Willkommenskultur – Politiker, Lehrer, Eltern schicken ihre anvertrauten Töchter und Söhne auch nach solchen tödlichen Vorfällen noch in die ‚Flüchtlingsarbeit‘ und sind zu dem Risiko bereit, sie auf dem Altar des Schuldkults zu opfern.

Die Bereitschaft zum Opfer ist nicht auf die Linken beschränkt. Generationen von konservativen Eltern mussten ihre Söhne in den Krieg schicken. Viele handelten dabei nicht unter Zwang, sondern glaubten es dem Vaterland zu schulden. Viele, sehr viele mehr als die Gutmenschen heute haben ihre Söhne verloren bzw. verwundet oder verkrüppelt zurückbekommen. Die Linken heute schmähen die opferbereiten Generationen der Soldateneltern und verdrängen, dass sie Ähnliches tun!

Ein gewaltiger Unterschied besteht: Die Kriege der Vergangenheit dienten der Abwehr eines wirklichen oder geglaubten Eroberers, eines wirklichen oder vermeintlichen Unrechts. Die jetzige Masseneinwanderung bedeutet eine Eroberung unseres Landes ohne Armee, möglich gemacht durch Merkels Öffnung der Grenzen und durch die Kollaboration eines Teils der Deutschen mit den Einwanderern, den Siedlern, den Kolonisten.

In diesem neuartigen Krieg rauchen bis jetzt meistens keine Städte, kam es nicht zu Schlachten mit tausenden Opfern am Tag. Aber die Zukunft aller wird durch die Masseneinwanderung verdorben. Sie hat nur deshalb noch nicht zum offenen Kollaps der Gesellschaft geführt, weil eben Armeen von Helfern wie Maria und Sofia im Einsatz sind. Der Einsatz der Helfer findet vor allem auch im ideologischen Bereich statt – von den Redaktionsstuben über die Universitäten bis hin zu den Schulen und Kindergärten.

Siehe auch ein weiterer Beitrag von Harald Noth: Der Film „Holocaust“ und die Jugend

Zum Thema passt auch dieser Beitrag: Kultivierung des Schuldkomplexes durch „Aufarbeitung unseres kolonialen Erbes“

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