Arbeitsverweigerung als persönlicher Generalstreik

Ziviler Ungehorsam und aktiver Widerstand: Warum der Bezug von Hartz IV mittlerweile nicht nur in Ordnung, sondern angesagt ist.

Foto: Thomas Rettig

Von Thomas Rettig

Es reicht. Das Maß ist voll! Noch selten wurde ein Volk, und vor allem seine Netto-Steuerzahler, dermaßen ausgebeutet, verarscht und gedemütigt wie das deutsche. Die Flutung unseres Landes durch Millionen von muslimischen ‚Schutzsuchenden‘, denen das Gutmenschentum erlaubt in die Sozialsysteme einzuwandern, hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Es ist Zeit für eine bürgerliche Revolution, denn die Bundesrepublik ist längst dabei, in eine neue sozialistische Diktatur abzugleiten!

Zwar haben wir seit 2013 eine Alternative zu den Blockflöten-Parteien, aber der parlamentarische Weg ist langwierig und sollte mit Aktionen des zivilen Ungehorsams flankiert werden. Die regelmäßigen Demonstrationen gegen die Politik der offenen Grenzen, die es in vielen Städten gibt, sind gut und wichtig, haben jedoch nur eine begrenzte Wirkung, weil die linksdominierten Massenmedien allenfalls negativ darüber berichten.

In der jüngsten Zeit konnte man Beiträge lesen, in denen ein Generalstreik angeregt wurde. Zum Beispiel von Simon Niederleig, der am 29.03.18 in der Freien Welt schrieb: „Der Widerstand auf der Straße braucht eine Perspektive, um seine volle Wucht und Wirkung zu entfalten: Den Generalstreik – als Ultima Ratio des zivilen Protests“. Tatjana Festerling appellierte in einem Youtube-Video (Minute 3:51): „Werdet Euch endlich Eurer Eigenverantwortung bewusst! Streik! Niederlegen! Entzieht diesem gefräßigen Staat das, was er am dringendsten braucht, nämlich Eure Leistung, Eure Anständigkeit, Eure Pflichtschuldigkeit, Eure Steuergelder. Und wie? Krank machen! (…) Und verabredet Euch heimlich. Weil das darf man ja in Deutschland nicht! Man muss sich ja vorher die Bahnsteigkarte ziehen, bevor man zur Revolution marschiert!“ (Wutrede: Es geht ums Überleben).

Die Arbeitsverweigerung als eine Art persönlicher Generalstreik ist ein Vorschlag, der (wie bei Tatjana Festerling) die Schwelle zur Machbarkeit niedrig ansetzt. Ein Generalstreik ist am leichtesten dezentral zu organisieren, wenn also jeder individuell überlegt, ob (und wenn ja wie und wann) er sich beteiligt. Die Kosten eines flächendeckenden Streiks können minimiert werden, wenn sich den Streikenden in erster Linie diejenigen anschließen, die nicht mehr viel zu verlieren haben. Jeder also, der sich nicht zur Versorgung von Frau und Kind verpflichtet sieht und nicht gerade mit seinem Beruf der Sache dienen kann, sollte sich prüfen, ob er (vorübergehend) Hartz IV in Anspruch nehmen könnte. Ein politischer Sozialhilfe-Empfänger bekämpft allein durch sein Sosein den politisch-medialen Komplex gleich mehrfach. Er verweigert den Herrschenden nicht nur die eigene Arbeitskraft sowie die Zahlung von Steuern und Sozialabgaben, er entzieht ihnen auch finanzielle Mittel, die dann z.B. nicht für die Alimentierung der sogenannten Flüchtlinge zur Verfügung stehen.

Vor allem kann man den erzielten Zeitgewinn für den Freiheitskampf nutzen und zum Beispiel in Facebook, in vk.com und in den anderen sozialen Netzwerken auf einen Bewusstseinswandel hinwirken. Auch können wir als Blogger oder in den alternativen Medien Beiträge schreiben, Youtube-Videos produzieren, bei Demonstrationen mitmachen, uns in Parteien oder politischen Organisationen engagieren. Zu tun gibt es genug, so dass keiner an Unterbeschäftigung leiden muss. Die Kröten, die das Finanzamt den Arbeitssklaven wegnimmt, werden dann für die Rebellion ausgegeben statt für die Helferindustrie – es gibt kaum einen sinnvolleren Einsatz von Steuermitteln!

Genau genommen hat der so beschriebene Graswurzel-Generalstreik bereits begonnen, denn es gibt vermutlich schon einige Wirtschaftsliberale und Konservative, die arbeitsfähig wären, aber beim Arbeitsamt als Langzeitarbeitslose geführt werden, und dennoch nicht ins Asoziale abgleiten. Wer sich als Teil der Protest-Bewegung gegen den Ausverkauf Westeuropas definiert, der fällt auch nicht so schnell ins Bodenlose. Bereits jetzt publizieren tausende Patrioten mehr oder weniger unentgeltlich in Online-Zeitungen oder Video-Blogs und machen sich schon einmal mit dem Gedanken vertraut, eines Tages von der ‚Stütze‘ zu leben.

Es gibt schließlich auch Vorstufen zum Hartz-IV-Generalstreik, denn man wird ja nicht zum Sozialhilfeempfänger, solange man noch Geld auf der hohen Kante hat. Der Widerstandskämpfer kann die Berufstätigkeit einstellen oder reduzieren und teilweise oder ganz von Rücklagen leben. Wer sein Vermögen nach und nach verzehrt, der muss sich auch nicht mit dem Jobcenter herumschlagen. Logisch erhöht es das Risiko, wenn man z.B. Lebensversicherungen kündigt und sich die angesparte Summe vorzeitig ausbezahlen lässt. Doch praktisch alle unabhängigen Ökonomen gehen davon aus, dass es demnächst einen Crash geben wird, vergleichbar mit der jahrelangen Weltwirtschaftskrise ab 1929. Von den Ersparnissen wird danach nicht mehr viel übrig sein, zumal sie aufgrund der EZB-Politik des billigen Geldes jetzt schon dahin schmelzen wie Eis in der Sonne.

 

Die Idee des persönlichen Generalstreiks ist aus der Not geboren

Aber ist es nicht inkonsequent, einerseits dem Staat den Gehorsam zu verweigern, andererseits seine Transferleistungen anzunehmen? Nein, denn die Idee des Hartz-IV-Generalstreiks ist aus der Not geboren – eine Not, die es früher nicht gegeben hat. Spätestens seit den 1970er Jahren ist in den westlichen Ländern der Wohlfahrtsstaat auf dem Vormarsch, der eine immer stärke Vereinzelung der Menschen mit sich gebracht hat. Seit Jahrzehnten baut der übertriebene Sozialstaat mit einer Fülle von staatlichen Hilfszahlungen eine zentrale Konkurrenz-Organisation zu den gewachsenen dezentralen Solidarsystemen wie Ehe, Familie, Sippe und Verwandtschaft auf. Die Folge war die Atomisierung und Entsolidarisierung der Gesellschaft. Anders als noch vor 100 Jahren kann sich der Rebell also nicht mehr auf den Rückhalt seiner Familie verlassen. Daher ist es legitim, wenn er (ohne materielle Basis und abgebrannt) die Staatsknete so lange in Anspruch nimmt, wie die Herrschaft des Unrechts anhält.

Es hat im Mittelstand immer Querköpfe gegeben, die sich aus dem Berufsleben ausgeklinkt haben, die als Einsiedler, Bettelmönche, Dichter, Philosophen, Revolutionäre, Dissidenten nicht am Produktionsprozess teilnahmen, aber dennoch geachtet und oft auch von der Bevölkerung unterstützt wurden. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute könnten insbesondere Leute ein Problem mit dem ALG2-Generalstreik haben, die nicht nur streiken, sondern auch in einer bürgerlichen Partei wie der AfD Verantwortung übernehmen wollen.

Dort gelangen bislang im Wesentlichen nur diejenigen nach oben, die eine Karriere in Wissenschaft, Verwaltung und freier Wirtschaft vorweisen können. Gerade die AfD ist allerdings gut beraten sich breiter aufzustellen. Als Volkspartei sollte sie auch Mitgliedern eine Chance geben, deren beruflicher Aufstieg vom linken Establishment vereitelt wurde. Es stimmt zwar, dass man sich auch als Berufstätiger politisch engagieren kann, das ist der Regelfall. Es kann aber schnell zu viel werden bei dem anschwellenden Kulturkampf, den wir in allen Gesellschaftsbereichen auszufechten haben. Wir müssen jedoch haushalten mit unseren Kräften, denn es wird ein langes Ringen werden. Zudem sollte der Widerstand kein Frondienst sein, er muss auch Spaß machen, nicht zuletzt weil gestresste Oppositionelle nicht als Aushängeschild für eine Freiheitsbewegung taugen.

Wir Bürgerlichen können durchaus einmal über unseren Schatten springen und das Berufsethos eine Zeitlang durch das Ethos des Widerstandskämpfers austauschen. Die schwarz-rote Regierung will unser Land in den ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ aufgehen lassen, mit der Folge, dass die Deutschen noch konsequenter als Zahlmeister herangezogen werden als ohnehin schon. Auch wollen uns die linken oder islamischen Apparatschiks von der Europäischen Union und der UNO mit Unterstützung unserer eigenen Regierung der massenhaften Einwanderung von Armutsflüchtlingen preisgeben. Sie zwingen uns, die Eindringlinge durchzufüttern und für ihr Wohlergehen zu arbeiten. Sie machen die Steuerzahler zu modernen Plantagenarbeitern! Wenn die politische Klasse das Vaterland der Ausplünderung preisgibt, dann ist eine mögliche Antwort, den übergriffigen Staat trockenzulegen und so weit wie möglich die Zahlung von Steuern, Sozialabgaben, Kirchensteuern und Zwangsgebühren für den Staatsfunk einzustellen. Davon ausgenommen sind Besserverdiener, die die Widerstandsbewegung mit großzügigen Spenden unterstützen können.

Wir dürfen das Schicksal unserer Gesellschaft nicht den (überwiegend weiblichen) Grünen und Roten überlassen, nur weil die realpolitischen Kräfte (die Wirtschaftsliberalen und Konservativen) normalerweise wenig Zeit für gesellschaftspolitisches Engagement haben, da sie mitten im Leben stehen in weit größerem Umfang berufstätig sind! Die Rechts-Links-Asymmetrie bei der Berufsorientierung wäre weniger gefährlich, wenn sich das Gutmenschentum nicht den Staat zur Beute gemacht hätte, wenn nicht Salon-Sozialisten, Feministen und Islamisten millionenfach vom Staat alimentiert würden, um die Zerstörung der westlichen Gesellschaften zu betreiben!

 

Hartz IV und der Tag gehört dir

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. In einer intakten Gesellschaft ist es unsozial, den Sozialstaat auszunutzen und das Geld fremder Leute in Anspruch zu nehmen. Jetzt aber, da die europäischen Wohlfahrtsstaaten ohnehin zusammenbrechen werden, kann man sogar dem aktuell erneut diskutierten bedingungslosen Grundeinkommen etwas abgewinnen, selbst als Libertärer. Die soziale Hängematte ist nicht nur in der Bevölkerung beliebt, sie kann auch dazu beitragen, die Regierung finanziell auszutrocknen. Möge ein immer größerer Teil des Volkes die Berufsarbeit als ‚gedankenlose Selbstverständlichkeit‘ (Karl Jaspers) hinterfragen! Einfacher gesagt: Hartz IV und der Tag gehört Dir.

Das ausgeprägte Arbeitsethos hat heute ohnehin krankhafte Züge. Es ist zu einem Phänomen der Massengesellschaft verkommen, besonders bei den Frauen. Für den entwurzelten Massenmenschen ist die Berufstätigkeit neben dem Konsum nicht selten der einzige Sinn des Lebens. Man arbeitet nicht wie früher, um zu leben und seine Familie zu ernähren. Man lebt, um zu arbeiten. Regelmäßig zur Tretmühle zu fahren, wird als allererste Bürgerpflicht hingestellt. Und das sogar für junge Mütter, die im Zuge der Politik der ‚Vereinbarung von Beruf und Familie‘ schätzungsweise mehr Steuermilliarden kosten als sie mit ihren Teilzeitstellen zum Sozialprodukt beitragen. Ganz zu schweigen davon, dass sie ihre Mutterpflichten vernachlässigen und Männern, die gerne eine Familie gründen würden, Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt machen.

Wenn man das alles bedenkt, dann muss man für einen Großteil der Beschäftigten und Arbeitssuchenden zum Ergebnis kommen, dass Nichtstun besser wäre! Denn wenn ein Streiter für die Freiheit schläft, ist er immer noch produktiver als ein Mitglied der Migrationsindustrie bei der Arbeit. Aber auch für die wirklich Produktiven gilt: Wer sich als fleißiges Lieschen hervortut, der unterstützt die organisierte Verantwortungslosigkeit und zögert den unabwendbaren Zusammenbruch des Euros, der überschuldeten Banken und der staatlichen Sozialversicherungssysteme heraus, so dass der Fall später umso tiefer sein wird.

Der Volkswirt Markus Krall, Fachmann für die Risikoanalyse von Banken, sagte am 07.03.2018 in einem Focus-Interview: „Egal, was wir machen, es gibt keinen Weg, der uns um eine Bereinigung herumführt. Und spätestens in zwei Jahren fliegt uns das angestaute Ungleichgewicht um die Ohren.“ Krall war einer der Redner beim Neuen Hambacher Fest am 5. Mai 2018. „Es stehen 3000 Milliarden Euro an deutschem Volksvermögen auf dem Spiel“, warnt der Autor des Bestsellers „Der Draghi-Crash“ (2017) und sagt: „Die Überregulierung der Banken erzeugt nur eine Illusion der Sicherheit. Sie vernebelt, statt aufzuklären. Das System steht in Wahrheit vor dem Kollaps.“

Die hirnverbrannte ‚Willkommenskultur‘ signalisiert allen zu kurz Gekommenen in Afrika und dem Nahen Osten, dass sie sich in Schland niederlassen können, um uns womöglich lebenslang auf der Tasche zu liegen. Selbst wenn sie kriminell sind, wenn sie als Gefährder eingestuft oder wenn sie gar nicht als Asylanten anerkannt werden! Für die Einheimischen ist die Überrollung durch überwiegend moslemische Migranten eine Zumutung, wie sie historisch ohne Beispiel ist. Es handelt sich um einen neuartigen Kolonialismus, der seinen Ursprung im Schuldkult des Westens hat.

Und dann die Wohlstands-Illusion: die gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung, die Bundesrepublik sei eines der reichsten Länder und könne sich das alles locker leisten. Der ‚Top-Ökonom‘ Daniel Stelter veröffentlichte im September 2018 ein Buch über diese linke Lebenslüge: „Das Märchen vom reichen Land: Wie die Politik uns ruiniert„. Reich ist nur das deutsche Steueraufkommen – doch wohin fließen die uns abgeknöpften Milliarden zunehmend?

Es wird darauf verwiesen, dass viele Migranten einer legalen Arbeit nachgehen und somit sich und ihre Angehörigen zumindest teilweise ernähren können. Aber auch wenn das der Fall ist, werden die ’schon länger hier Lebenden‘ ausgebootet, weil ihnen die Arbeitsplätze streitig gemacht werden! Die seit Jahrzehnten zunehmende Einwanderung (auch aus Süd- und Osteuropa) ist einer der Gründe, warum auf dem Arbeitsmarkt selbst für einfache Jobs immer höhere und speziellere Qualifikationen verlangt werden.

Zudem wird ein Einheimischer nach dem anderen von den Kolonialherren gemessert und bestialisch ermordet. Eine Frau nach der anderen wird vergewaltigt. Immer öfter liest man von Gruppenvergewaltigungen, was es vor der Grenzöffnung im September 2015 so gut wie nicht gegeben hat! Und wenn der Eingeborene aufbegehrt und dagegen auf die Straße geht, wird er mit der Nazi-Keule traktiert. Es ist eine Schande.

 

Der Waldgänger sollte mit leichtem Gepäck ins Gefecht ziehen

Die Rückkehr zur Demokratie nach Kriegsende 1945 (für Ostdeutschland 1989) ist wohl doch nur ein vorübergehendes Tauwetter gewesen. Bereits 1968 begannen als bürgerlich getarnte Sozialisten mit dem sogenannten ‚Marsch durch die Institutionen‘, der ein voller Erfolg war. Seitdem sind Deutschland und die EU auf dem Weg zu einem neuen linken Faschismus.

Ernst Jünger scheint das alles geahnt zu haben, denn der Schriftsteller legte 1951 (nach seinem ungerechtfertigten Publikationsverbot) eine Schrift über den passiven und aktiven Widerstand gegen ein totalitäres Regime vor. In ‚Der Waldgang‚ (Klett-Cotta, 11. Auflage 2001) schrieb Jünger: „Wenn alle Institutionen zweifelhaft oder sogar anrüchig werden und man selbst in den Kirchen nicht etwa für die Verfolgten, sondern für die Verfolger öffentlich beten hört, dann geht die sittliche Verantwortung auf den Einzelnen über oder, besser gesagt, auf den noch ungebrochenen Einzelnen“ (Seite 81). Der von Linken als rechts eingestufte Autor sprach damit das Widerstandsrecht an, das unter anderem im Grundgesetz verankert ist (Artikel 20, Absatz 4).

Waldgänger steht für Widerstandskämpfer, der allerdings nicht wie Robin Hood in Wäldern hausen muss: „Wald ist in den Einöden wie in den Städten, wo der Waldgänger verborgen oder unter der Maske von Berufen lebt“ (Seite 75). Der Freiheitskämpfer sollte nicht zu sehr an materiellen Besitztümern festhalten, schrieb Jünger, er sollte zu jenen gehören, „die ohne allzu großes Bedauern ihrem Hofe, ihrem Hause, ihrer Bibliothek den Rücken kehren, falls es nötig wird“ (Seite 88). Jünger rät dem „souveränen Einzelnen“, mit leichtem Gepäck ins Gefecht zu ziehen und Prioritäten zu setzen (Seite 90): „Von seiner Entscheidung hängt ab, was er als Eigentum betrachten und wie er es behaupten will. In einer Zeit wie dieser wird er gut tun, wenn er geringe Angriffsflächen zeigt. Er wird also bei seiner Bestandsaufnahme zu unterscheiden haben zwischen Dingen, die kein Opfer lohnen, und solchen, für die es zu kämpfen gilt. Sie sind die unveräußerlichen, das echte Eigentum. (…) Zu ihnen zählt auch das Vaterland, das man im Herzen trägt …“.

Eine Form des Waldgangs könnte sein, von Sozialhilfe zu leben (oder es darauf ankommen zu lassen) und die damit verbundenen Nachteile wie den Einkommens- und Ansehensverlust in Kauf zu nehmen. Wie Ernst Jünger kann man fragen, ob es sich lohnt, um den eigenen sozialen Status zu kämpfen, angesichts der Gefahr, in der sich das Land allein schon aufgrund der Islamisierung befindet. Am wenigsten Probleme müssten gläubige Christen mit dem Tabu-Thema haben, denn sie wissen (theoretisch), dass Gott sie bedingungslos liebt und ohne Vorbehalte – selbst als Sozialhilfeempfänger.

Mit passivem Widerstand als Massenerscheinung braucht es vielleicht gar nicht so viel Zeit, Power und Geld, um uns aus der Umklammerung durch Islam und linksgrüne Ideologen zu befreien. Gewaltlose Aktionen (die Nicht-Gewalt wie Mahatma Gandhi sagte) könnte die herrschende Klasse außerdem dazu verleiten, überzureagieren und ihren Rückhalt in der Bevölkerung endgültig zu verspielen. Ich hatte mich bereits 2011 dazu entschlossen Gandhi zum Vorbild zu nehmen und als Kleinunternehmer die 2009 eingeführte Zwangskrankenversicherung zu boykottieren. 2012 habe ich außerdem aufgehört, die GEZ-Gebühren zu bezahlen, eine weitere Aktion des gewaltfreien Widerstands in Anlehnung an den indischen Befreiungskämpfer. Aus der Evangelischen Kirche war ich bereits Anfang der 90er ausgetreten.

Der persönliche Generalstreik als Ausweitung und Eskalation des zivilen Ungehorsams kann den patriotischen Parteien in Europa helfen, das Ruder noch rechtzeitig herumzureißen. Wie heißt es so schön im Bundeslied des Deutschen Arbeitervereins von 1863: „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!“

 

Thomas Rettig (58) hat Soziologie und BWL studiert, ist seit 1997 selbständig im Bereich Webmarketing und bezieht seit Dezember 2017 Arbeitslosengeld 2 als Aufstocker. 2013 erschien sein Buch: „Karriereleiter oder Hamsterrad? Manifest für eine bürgerliche Revolution“.